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Vergleich

Buchhaltungssoftware im Direktvergleich: 6 Anbieter in der Tabelle

Diese Seite ist die Auswahlhilfe: sechs Programme in einer Tabelle, Zeile für Zeile vergleichbar, mit Stärken und Schwächen je Anbieter. Die Grundlagen – welche Pflichten eine Software abdecken muss und woran man gute Belegerkennung erkennt – stehen im Ratgeber Buchhaltungssoftware, verlinkt am Ende der Seite.

Stand: 31.08.2026 · 6 Anbieter im Vergleich · enthält Partnerlinks (so verdienen wir Geld)

Illustration: Buchhaltungssoftware mit Belegerkennung, EUER und Elster-Anbindung im Vergleich

Die Anbieter im Detail

Mit Anzeige markierte Angebote bringen uns eine Provision. Auf die Reihenfolge hat das keinen Einfluss — sie ist keine Rangliste, sondern eine Zuordnung: Welcher Anbieter passt, hängt von deiner Situation ab.

sevDesk

Empfehlung EinsteigerAnzeige
ab 9,90 €/Monat

Cloud-Buchhaltung mit starker Belegerkennung und direkter ELSTER-Übertragung.

Am besten für: Solo-Selbstständige & kleine Teams

Grundpreis
9,90 – 45,90 €/Monat
EÜR & USt-Voranmeldung
EÜR und USt-Voranmeldung direkt an ELSTER
Belegerkennung
automatisch per OCR
DATEV-Export
ja, inkl. Steuerberater-Zugang
Für wen
Einzelunternehmen, Kleinunternehmer

Stärken

  • Sehr gute Belegerkennung
  • USt-Voranmeldung ohne Umweg ans Finanzamt
  • Kostenloser Steuerberater-Zugang

Schwächen

  • Warenwirtschaft nur in höheren Tarifen
  • Jahresabschluss für GmbH nur mit Steuerberater

Lexware Office

Vom Einzelunternehmen bis zur GmbHAnzeige
ab 8,90 €/Monat

Marktführer aus Deutschland mit sauberem Bank-Abgleich und großem Steuerberater-Netz.

Am besten für: Wachsende Unternehmen

Grundpreis
8,90 – 39,90 €/Monat
EÜR & USt-Voranmeldung
EÜR, Bilanz-Vorbereitung, ELSTER
Belegerkennung
automatisch per OCR
DATEV-Export
ja, sehr verbreitet
Für wen
Einzelunternehmen bis GmbH

Stärken

  • Fast jeder Steuerberater kennt es
  • Lohnabrechnung als Zusatzmodul
  • Gute mobile App

Schwächen

  • Preissprünge zwischen den Tarifen
  • Oberfläche stellenweise überladen

FastBill

Für Agenturen & AbosAnzeige
ab 9 €/Monat

Fokus auf Rechnungsstellung und wiederkehrende Abrechnungen.

Am besten für: Agenturen & Abo-Geschäft

Grundpreis
9 – 39 €/Monat
EÜR & USt-Voranmeldung
EÜR, USt-Voranmeldung
Belegerkennung
Belege per Upload/Mail
DATEV-Export
ja
Für wen
Dienstleister mit wiederkehrenden Rechnungen

Stärken

  • Starke Abo- und Wiederholungsrechnungen
  • Schlanke Bedienung

Schwächen

  • Weniger Automatisierung bei Belegen
  • Kleinerer Funktionsumfang bei Steuerthemen

DATEV Unternehmen online

Für Bilanzierende
über Steuerberater

Der Standard, wenn der Steuerberater die Buchführung übernimmt.

Am besten für: GmbH & bilanzierende Betriebe

Grundpreis
Abrechnung über die Kanzlei
EÜR & USt-Voranmeldung
Buchführung durch die Kanzlei
Belegerkennung
Belegtransfer, OCR über Kanzlei
DATEV-Export
nativ
Für wen
Bilanzierende Unternehmen

Stärken

  • Nahtlos für die Steuerkanzlei
  • Sehr revisionssicher

Schwächen

  • Keine Selbstbedienung, Bedienung altbacken
  • Kosten laufen über die Kanzlei und sind schwer vergleichbar

Papierkram

Für Freiberufler
ab 0 €/Monat

Schlanke deutsche Lösung mit Projektzeiterfassung – auch kostenlos nutzbar.

Am besten für: Freiberufler mit Projektabrechnung

Grundpreis
0 – 25 €/Monat
EÜR & USt-Voranmeldung
EÜR, USt-Voranmeldung
Belegerkennung
manuell/halbautomatisch
DATEV-Export
ja
Für wen
Freiberufler, Projektdienstleister

Stärken

  • Kostenloser Tarif für Einsteiger
  • Zeiterfassung und Projekte integriert
  • Datenhaltung in Deutschland

Schwächen

  • Weniger Automatisierung
  • Kleinere Community und weniger Integrationen

BuchhaltungsButler

Für hohes BelegvolumenAnzeige
ab 27,50 €/Monat

Höchster Automatisierungsgrad im Test – Belege und Bankumsätze werden weitgehend selbsttätig zugeordnet.

Am besten für: Betriebe mit hohem Belegvolumen

Grundpreis
27,50 – 89 €/Monat
EÜR & USt-Voranmeldung
EÜR, Bilanz-Vorbereitung, USt-Voranmeldung
Belegerkennung
automatisch, mit lernenden Buchungsvorschlägen
DATEV-Export
ja, inkl. Kanzlei-Zugang
Für wen
Belegstarke Betriebe, Kanzlei-Zusammenarbeit

Stärken

  • Sehr hoher Automatisierungsgrad bei Belegen und Bankabgleich
  • Sauberer Kanzlei-Workflow mit DATEV-Export
  • Wächst bis zur Bilanzierung mit

Schwächen

  • Teuerster Einstieg im Vergleich
  • Rechnet sich erst ab etwa 100 Belegen im Monat – darunter zahlst du für Automatisierung, die du nicht brauchst
  • Funktionsumfang und Einarbeitung für Solo-Gründer überdimensioniert

So haben wir verglichen

Methodik

Stand der Recherche
31.08.2026
Anbieter im Vergleich
6
Kriterien
4 gleich gewichtet

Grundlage sind ausschließlich öffentlich verfügbare Anbieterangaben (Preis- und Leistungsverzeichnisse, AGB, Hilfe-Center) zum genannten Stand. Es handelt sich um einen Recherchevergleich der comveri GmbH – ein eigener Praxistest der Anbieter hat nicht stattgefunden. Preise und Leistungen können sich jederzeit ändern; maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.

Steuerpflichten abgedeckt

EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung und – bei Bedarf – die Anlage EÜR müssen ohne Zusatzsoftware direkt an ELSTER gehen.

Belegerkennung

Automatische Erkennung von Rechnungen spart die meiste Zeit. Wir bewerten, wie gut Beträge, Datum und Steuersatz erkannt werden.

Zusammenarbeit mit dem Steuerberater

Ein kostenloser Kanzlei-Zugang oder ein sauberer DATEV-Export senkt das Honorar spürbar.

Skalierbarkeit

Was passiert beim Wechsel vom Kleinunternehmer zur Regelbesteuerung oder zur GmbH? Gute Software wächst mit, ohne Datenmigration.

Die Kriterien, an denen Buchhaltungssoftware im Alltag scheitert

Buchhaltungsprogramme scheitern selten am Monatspreis, sondern an den Stellen, an denen der Alltag nicht dem Werbeversprechen entspricht. Vier Punkte entscheiden, ob eine Software nach einem Jahr noch benutzt wird oder stillschweigend durch eine Tabelle ersetzt wird.

  • Belegerkennung an der Grenze: OCR erkennt die Standardrechnung, stolpert aber bei handgeschriebenen Quittungen, Bewirtungsbelegen mit drei Steuersätzen und Storno-Rechnungen. Was dann manuell nachgetippt werden muss, kostet mehr Zeit als die Erkennung spart.
  • ELSTER ohne Zertifikat: Die Umsatzsteuer-Voranmeldung direkt ans Finanzamt klingt nachAutomation – wer aber vergessen hat, dass dafür ein persönliches ELSTER-Zertifikat nötig ist, steht am Monatsende vor einem Extra-Schritt. Ohne Zertifikat geht nur der PDF-Export, nicht die Übertragung.
  • DATEV-Export statt DATEV-Workflow: Ein Export-Datei ist nicht gleich eine saubere Kanzlei-Übergabe. Fehlt der Steuerberater-Zugang oder das korrekte DATEV-Format, bucht die Kanzlei nach – und berechnet das.
  • Tarifsprünge beim Wachstum: Wer vom Kleinunternehmer zur Regelbesteuerung oder zur GmbH wechselt, trifft oft auf einen Tarif, der plötzlich doppelt kostet. Software, die nicht sauber wächst, zwingt zur Migration – und die kostet mehr als jeder Monatspreis.

Die Anbieter im Kurzprofil: passt für – passt nicht für

sevDesk passt für Einzelunternehmen und Kleinunternehmer, die Belegerkennung und ELSTER-Übertragung aus einer Hand wollen. Passt nicht für bilanzierende GmbHs ohne Steuerberater und für Betriebe, die eine Warenwirtschaft brauchen – die steckt erst im höheren Tarif.

Lexware Office passt für wachsende Unternehmen vom Einzelunternehmen bis zur GmbH, besonders wenn die Kanzlei Lexware kennt. Passt nicht für Gründer, die die günstigste Lösung suchen – zwischen den Tarifen liegen Preissprünge – und für alle, die eine schlanke Oberfläche bevorzugen.

FastBill passt für Dienstleister mit wiederkehrenden Rechnungen und Abo-Modellen, die den Fokus auf Rechnungsstellung legen. Passt nicht für Betriebe mit hohem Belegaufkommen – die Belegerkennung ist weniger automatisiert als bei sevDesk oder Lexware Office.

DATEV Unternehmen online passt für bilanzierende Unternehmen, deren Steuerberater ohnehin in DATEV arbeitet. Passt nicht für Gründer, die die Buchhaltung selbst machen wollen – die Bedienung erfolgt über die Kanzlei, Selbstbedienung ist nicht vorgesehen.

Papierkram passt für Freiberufler mit Projektabrechnung, die eine schlanke, datenschutzfreundliche Lösung mit Zeiterfassung suchen. Passt nicht für Betriebe mit vielen Belegen und Automatisierungsbedarf – die Erkennung ist nur halbautomatisch.

BuchhaltungsButler passt für belegstarke Betriebe ab rund 100 Belegen im Monat, die Automatisierung und Kanzlei-Zusammenarbeit brauchen. Passt nicht für Solo-Gründer mit wenigen Belegen – der Einstiegspreis von 27,50 €/Monat ist für geringes Volumen überdimensioniert.

Software wechseln Schritt für Schritt

Ein Softwarewechsel ist kein Klick, sondern ein Prozess über mehrere Wochen. Der saubere Stichtag ist der Jahreswechsel, weil dann offene Posten und Vorsteuerstände neu beginnen.

  • Datenexport im alten System: Kontenplan, Buchungssätze und offene Posten als CSV oder im DATEV-Format sichern. Jüngere Belege und Rechnungsnummern-Kreise mitnehmen.
  • Stichtag festlegen: Der Wechsel sollte exakt zum Monats- oder Jahreswechsel erfolgen, damit keine Buchungen zwischen den Systemen verloren gehen. Alles davor läuft alt, alles danach neu.
  • GoBD-Aufbewahrung der Altdaten: Die alten Buchungen müssen sechs bzw. zehn Jahre aufbewahrt und lesbar bleiben. Entweder das alte System weiterlaufen lassen (Leserecht) oder die Daten als unveränderbaren DATEV-/PDF-Export archivieren.
  • Neue Software einrichten: Kontenplan importieren, ELSTER-Zertifikat hinterlegen, Steuerberater-Zugang einrichten, Bankverbindung anbinden. Eröffnungsbilanz bei Kapitalgesellschaften mit der Kanzlei abstimmen.
  • Erste USt-Voranmeldung im neuen System testen, bevor sie abgeht – ein falscher Steuerschlüssel ist am Monatsende ärgerlicher als ein weiterer Tag Vorbereitung.

Typische Stolperstellen beim Umstieg

Der häufigste Fehler ist der Wechsel zur falschen Zeit: mitten im Quartal gehen Voranmeldung und offene Posten durcheinander. Der zweite Klassiker ist der vergessene ELSTER-Zertifikat-Import – die Software steht, aber die Übertragung scheitert. Und wer die Altdaten nicht GoBD-konform sichert, riskiert bei einer Betriebsprüfung Nachweise, die er nicht mehr erbringen kann. Wer zum Jahreswechsel wechselt, Zertifikat und Aufbewahrung vorher klärt und die erste Voranmeldung testet, umschifft diese drei Klippen.

Kostenszenarien aus der Praxis

Freiberuflerin, 25 Belege im Monat

Solo, reine Dienstleistung, eine Karte, keine Fremdwährung, Buchhaltung selbst

Software (sevDesk)
9,90 €/Monat
Belegerkennung
automatisch (OCR) enthalten
ELSTER-Übertragung
inklusive (Zertifikat nötig)
Jahreskosten
ca. 119 €

In dieser Größenordnung reicht der günstigste Tarif mit Automatisierung. Der Aufwand pro Beleg sinkt unter eine Minute.

GmbH mit Steuerberater, DATEV

Bilanzierende GmbH, 60 Belege im Monat, Kanzlei arbeitet in DATEV

Software (Lexware Office)
8,90 – 39,90 €/Monat
DATEV-Export
inklusive
Steuerberater-Zugang
inklusive
Jahreskosten
ca. 107 – 479 €

Hier entscheidet die Kanzlei-Anbindung. Ein sauberer DATEV-Export senkt das Kanzlei-Honorar oft um mehr als der Softwarepreis beträgt.

Belegstarke GmbH, 150 Belege im Monat

GmbH, 150 Belege, Automatisierung und Kanzlei-Zusammenarbeit

Software (BuchhaltungsButler)
27,50 – 89 €/Monat
Automatisierung Belege/Bank
lernende Buchungsvorschläge
Kanzlei-Zugang
inklusive
Jahreskosten
ca. 330 – 1.068 €

Die höhere Monatsrate rechnet sich erst, wenn die Automatisierung mindestens zwei Stunden manuelle Zuordnung im Monat ersetzt. Darunter ist sie ungenutzte Kapazität.

Fazit der Redaktion

  • sevDesk ist für die meisten Gründer der beste Startpunkt: günstig, gute Belegerkennung, ELSTER-Anbindung inklusive.
  • Lexware Office lohnt sich, wenn dein Steuerberater damit arbeitet oder du bald Mitarbeiter abrechnen willst.
  • Arbeitet die Kanzlei ohnehin mit DATEV, sparst du am meisten, wenn du Belege direkt über DATEV Unternehmen online lieferst.
  • BuchhaltungsButler lohnt sich erst ab etwa 100 Belegen im Monat – darunter zahlst du für Automatisierung, die du noch nicht auslastest.

Häufige Fragen

Brauche ich als Kleinunternehmer eine Buchhaltungssoftware?+

Pflicht ist sie nicht – eine strukturierte Tabelle genügt formal. Sobald du mehr als etwa 20 Belege im Monat hast, spart Software aber deutlich Zeit und verhindert Fehler bei der EÜR.

Kann ich mit der Software die Umsatzsteuer-Voranmeldung selbst abgeben?+

Ja, sevDesk, Lexware Office, FastBill und Papierkram übertragen die Voranmeldung direkt über die ELSTER-Schnittstelle. Ein eigenes ELSTER-Zertifikat ist dafür in der Regel nötig.

Was kostet der Wechsel der Buchhaltungssoftware?+

Die Software selbst lässt sich monatlich kündigen. Aufwand entsteht durch den Datenexport (meist CSV oder DATEV-Format) und die saubere Übernahme offener Posten – am besten zum Jahreswechsel.

Ersetzt die Software den Steuerberater?+

Für EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung häufig ja. Bei GmbH-Jahresabschluss, Lohnbuchhaltung und Betriebsprüfungen bleibt der Steuerberater sinnvoll – gute Software senkt aber sein Honorar.

Wie lange muss ich Belege aufbewahren, wenn ich eine Software nutze?+

GoBD-konform sechs Jahre für Belege und Buchungen, zehn Jahre für Handelsbriefe und die Buchhaltung selbst. Die Software ersetzt die Pflicht nicht – sie muss die Daten unveränderbar, vollständig und reproduzierbar halten.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich die Software kündige?+

Du verlierst in der Regel den Online-Zugang. Deshalb vor der Kündigung einen vollständigen Export (CSV, DATEV oder PDF) sichern und die GoBD-Aufbewahrung eigens organisieren – sonst fehlen bei einer Prüfung die Nachweise.

Brauche ich für die Belegerkennung ein zusätzliches Add-on?+

Bei sevDesk, Lexware Office und BuchhaltungsButler ist die OCR-Erkennung im Tarif enthalten. Bei FastBill und Papierkram kommt sie erst im höheren Paket oder als kostenpflichtiges Modul – den Gesamtpreis im Vergleich also nicht nur am Einstiegspreis festmachen.

Funktioniert die ELSTER-Übertragung mit jeder Bankverbindung?+

Die ELSTER-Schnittstelle ist bankunabhängig – sie nutzt das persönliche Zertifikat. Eine Bankverbindung brauchst du nur für den automatischen Abruf der Kontoauszüge, nicht für die Voranmeldung selbst.

Nächster Schritt