Aufstiegs-BAföG (AFBG)
Finanziert die Meisterausbildung – zentrale Voraussetzung für viele Handwerksgründungen.
Zuletzt geprüft am 15. September 2026Quelle ansehen
Redaktioneller Hinweis
Geltendes Recht: maximal 15.000 € Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Das Kabinett hat am 15.07.2026 eine Anhebung auf 18.000 € beschlossen; das Gesetz ist noch nicht in Kraft.
Maximale Förderung
15.000 € Lehrgangs- und Prüfungsgebühren
Förderquote
Lehrgangs- und Prüfungskosten zu 50 % Zuschuss
Kurz erklärt von Gründer-Guru
Aufstiegs-BAföG (AFBG) ist ein zinsgünstiger Kredit, den du zurückzahlst – verfügbar bundesweit, bis zu 15.000 € Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.
Gedacht ist das Programm für Handwerker und Fachkräfte auf dem Weg zur Meisterprüfung; die Konditionen im Überblick: Lehrgangs- und Prüfungskosten zu 50 % Zuschuss.
Worauf du achten musst: Die Hausbank haftet anteilig mit. Ohne belastbare Kapitaldienstfähigkeit lehnt sie ab, bevor der Fördergeber überhaupt prüft. Sprich deshalb parallel mit zwei bis drei Banken.
Redaktionelle Einordnung der comveri GmbH auf Basis der offiziellen Programmunterlagen – keine Rechts- oder Förderberatung.
Offizielle Programmbeschreibung
Das Aufstiegs-BAföG fördert Fortbildungen zum Meister, Techniker oder Fachwirt. Die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren werden zur Hälfte als Zuschuss übernommen, der Rest kann über ein zinsgünstiges KfW-Darlehen finanziert werden. Bei bestandener Prüfung wird ein erheblicher Teil des Darlehens erlassen.
Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und Länder · Eintrag in der Förderdatenbank des Bundes · BMBFSFJ: Wie wird gefördert? (15.000 € Lehrgangs- und Prüfungsgebühren) · BMBFSFJ, 15.07.2026: Kabinettsentwurf zur Anhebung auf 18.000 € · Stand: 15. September 2026
Die wichtigsten Eckdaten
| Fördergeber | Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und Länder |
|---|---|
| Ebene | Bund |
| Region | Bundesweit |
| Förderart | Zuschuss, Darlehen |
| Phase | Vorgründung, Gründung |
| Förderquote | Lehrgangs- und Prüfungskosten zu 50 % Zuschuss |
| Maximalbetrag | 15.000 € Lehrgangs- und Prüfungsgebühren |
| Frist | Laufend, aber zwingend vor Vorhabensbeginn (Hausbankprinzip) |
| Zielgruppe | Handwerker und Fachkräfte auf dem Weg zur Meisterprüfung |
| Branchen | Handwerk, Dienstleistung |
Voraussetzungen
- Anerkannte Aufstiegsfortbildung
- Vorliegende Erstqualifikation
- Antrag beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung
So läuft der Darlehensantrag
Antrag beim Amt für Ausbildungsförderung des Landkreises / der Stadt.
- 1Hausbank auswählen und Termin vereinbaren – Förderdarlehen werden fast immer im Hausbankverfahren vergeben, nicht direkt beim Fördergeber.
- 2Businessplan, Finanz- und Liquiditätsplan sowie eine Kapitalbedarfsrechnung vorlegen; die Bank prüft Kapitaldienstfähigkeit, nicht nur die Idee.
- 3Antrag über die Hausbank an den Fördergeber stellen – zwingend vor Vorhabensbeginn, also vor Unterschrift unter Kauf- oder Kreditverträge.
- 4Kreditzusage, Darlehensvertrag und Auszahlungsplan prüfen: Zinsbindung, tilgungsfreie Anlaufjahre und Bereitstellungsprovision stehen dort schwarz auf weiß.
- 5Mittel abrufen und Verwendungsnachweise sammeln – abgerufen wird nach Baufortschritt bzw. Investitionsfortschritt.
Nachweise für Darlehen-Programme
- Businessplan mit Kapitalbedarfs- und Rentabilitätsrechnung
- Liquiditätsplan über mindestens 24 Monate
- Selbstauskunft und Vermögensaufstellung
- Schufa-Auskunft und ggf. betriebswirtschaftliche Auswertungen
- Angebote oder Kostenvoranschläge für die geplanten Investitionen
Was am Ende bei dir ankommt
Auszahlung als Kredit über deine Hausbank; Rückzahlung mit Zins und Tilgung nach Vertragsplan.
Die vollständige Antrags-Checkliste mit allen Dokumenten und Nachweisen findest du weiter unten auf dieser Seite.
Antrags-Checkliste: Aufstiegs-BAföG (AFBG) Schritt für Schritt
Diese Checkliste führt dich von der Prüfung der Förderfähigkeit über die Antragsunterlagen bis zum Verwendungsnachweis. Sie nennt zu jedem Schritt die typischen Dokumente und Nachweise, die Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und Länder erfahrungsgemäß verlangt. Dein Fortschritt wird lokal in deinem Browser gespeichert – ohne Konto, ohne Upload.
1. Vorbereitung
Bevor du irgendetwas unterschreibst oder bestellst.
Dokumente & Nachweise
- Kurzprofil des Vorhabens (1 Seite)
- Nachweis der Zugehörigkeit zur Zielgruppe
- ggf. Meldebescheinigung / Betriebsstätte in der Region
Dokumente & Nachweise
- Zeitplan mit geplantem Start
- Angebote statt unterschriebener Verträge
Dokumente & Nachweise
- Personalausweis / Reisepass (Kopie)
- Tabellarischer Lebenslauf mit fachlicher Qualifikation
- Nachweise zur Qualifikation (Zeugnisse, Meisterbrief, Zertifikate)
- Nachweis Betriebsstätte in Deutschland
Dokumente & Nachweise
- Businessplan (10–20 Seiten)
- Umsatz- und Rentabilitätsvorschau (3 Jahre)
- Liquiditätsplan (monatlich, 12–24 Monate)
- Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan
Dokumente & Nachweise
- SCHUFA-Selbstauskunft (aktuell)
- Vermögens- und Schuldenaufstellung (Selbstauskunft)
- Einkommensteuerbescheide der letzten 2 Jahre
- BWA und Jahresabschluss (bei bestehendem Betrieb)
- Übersicht möglicher Sicherheiten
2. Antrag stellen
Der eigentliche Antragsweg bei Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und Länder.
Dokumente & Nachweise
- Zugang zum Antragsportal bzw. Antragsformular des Fördergebers
- Kontakt zur Ansprechstelle bei Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und Länder
Dokumente & Nachweise
- Vollständige Antragsmappe (Businessplan + Zahlen + Selbstauskunft)
- Ausgefülltes Antragsformular der Bank
- ggf. Bürgschaftsantrag der Bürgschaftsbank
Dokumente & Nachweise
- Kosten- und Finanzierungsplan zum Vorhaben
- 2–3 Vergleichsangebote je größerer Position
- Nachweis der Eigenmittel (Kontoauszug, Zusagen)
Dokumente & Nachweise
- Unterschriebenes Antragsformular
- Anlagenverzeichnis
- Eingangsbestätigung / Antragsnummer sichern
Dokumente & Nachweise
- Fristenübersicht
- Protokoll aller Kontakte mit dem Fördergeber
3. Nach der Bewilligung
Auflagen, Nachweise und Auszahlung.
Dokumente & Nachweise
- Zuwendungs-/Darlehensbescheid
- Nebenbestimmungen (z. B. ANBest-P)
- Annahmeerklärung fristgerecht zurücksenden
Dokumente & Nachweise
- Rechnungen und Zahlungsnachweise
- Stunden-/Tätigkeitsnachweise (bei Personal- oder Beratungsförderung)
- Fotodokumentation bzw. Ergebnisberichte
Dokumente & Nachweise
- Mittelabrufformular
- Belegliste mit allen Rechnungen
- Sachbericht zum Vorhaben
Dokumente & Nachweise
- Bescheid und Auszahlungsbelege für die Buchhaltung
- Notiz zur steuerlichen Einordnung
Die Checkliste bildet den typischen Ablauf ab. Maßgeblich sind immer die aktuellen Antragsunterlagen und Richtlinien von Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und Länder.
Unsicher, welches Programm besser passt? Stelle Aufstiegs-BAföG (AFBG) bis zu zwei weiteren Förderungen gegenüber – Quote, Maximalbetrag, Voraussetzungen, Fristen und Antragsweg direkt nebeneinander.
Programme vergleichen →Fristen-Alert für Aufstiegs-BAföG (AFBG)
Antragsfristen, Budgetrunden oder dein eigener Stichtag: Trage das Datum ein und wir erinnern dich rechtzeitig per E-Mail – kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Zuletzt redaktionell geprüft am 15. September 2026. Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind die jeweils gültigen Förderrichtlinien des Fördergebers. Datenquelle: Förderdatenbank des Bundes.
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