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Break-even-Rechner

Ab welcher Menge und welchem Umsatz trägt sich dein Geschäft? Mit Branchenmodi und Deckungsbeitragsrechnung.

Branche

Bereich von 500 bis 60.000, Schrittweite 100. Aktuell 4.500.

Bereich von 1 bis 5.000, Schrittweite 1. Aktuell 900.

Bereich von 0 bis 4.000, Schrittweite 1. Aktuell 90.

Bereich von 0 bis 150, Schrittweite 5. Aktuell 60.

Bereich von 0 bis 300.000, Schrittweite 1.000. Aktuell 20.000.

Fachlich geprüft am 14. August 2026

Was ist Break-even-Point?

Der Break-even-Point ist die Absatz- oder Umsatzmenge, bei der die Erlöse genau alle Kosten decken und der Gewinn null beträgt. Er ergibt sich aus den Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Einheit, also den Verkaufspreis abzüglich der variablen Stückkosten. Oberhalb dieser Schwelle entsteht Gewinn.

So wird gerechnet

Deckungsbeitrag pro Einheit

Deckungsbeitrag = Verkaufspreis − variable Kosten pro Einheit

Der Betrag, der nach Abzug der direkt zurechenbaren Kosten zur Deckung der Fixkosten beiträgt.

Break-even-Menge

Menge = Fixkosten / Deckungsbeitrag pro Einheit

So viele Einheiten musst du verkaufen, bis alle Fixkosten gedeckt sind. Jede weitere Einheit ist Gewinn.

Break-even-Umsatz

Umsatz = Fixkosten / Deckungsbeitragsquote

Die Deckungsbeitragsquote ist der Deckungsbeitrag geteilt durch den Verkaufspreis. Sie zeigt, wie viel Prozent jedes Euros zur Fixkostendeckung beitragen.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Branche wählen

    Der Branchenmodus setzt typische Startwerte für Marge und Kostenstruktur – Handel arbeitet mit niedrigen, Dienstleistung mit hohen Deckungsbeiträgen.

  2. 2

    Fixkosten erfassen

    Miete, Personal, Versicherungen, Leasing, Software und dein eigener Unternehmerlohn zählen zu den monatlichen Fixkosten.

  3. 3

    Verkaufspreis eintragen

    Nettopreis pro verkaufter Einheit, Stunde, Auftrag oder Warenkorb.

  4. 4

    Variable Kosten je Einheit angeben

    Wareneinsatz, Material, Verpackung, Versand, Transaktionsgebühren, Fremdleistungen.

  5. 5

    Break-even ablesen

    Du siehst sofort Menge, Umsatz und – bei angegebenem Startkapital – den Monat, ab dem du in der Gewinnzone bist.

Rechenbeispiel

Beispiel: Café mit 8.500 € Fixkosten pro Monat

Fixkosten pro Monat
8.500 €
Durchschnittlicher Bon
9,00 €
Wareneinsatz pro Bon
2,70 €
Deckungsbeitrag pro Bon
6,30 €
Deckungsbeitragsquote
70 %
Break-even-Menge
1.350 Bons / Monat
Break-even-Umsatz
≈ 12.143 € / Monat

Das Café braucht rund 1.350 Gäste im Monat, also etwa 52 pro Öffnungstag, bevor der erste Euro Gewinn entsteht. Diese Zahl macht sofort greifbar, ob Standort und Öffnungszeiten realistisch tragen.

Was der Break-even wirklich aussagt

Der Break-even-Punkt ist die Umsatzhöhe, bei der Erlöse und Gesamtkosten gleich groß sind. Darunter macht das Unternehmen Verlust, darüber Gewinn.

Für Gründer:innen ist er vor allem eine Realitätsprüfung: Er übersetzt eine abstrakte Umsatzplanung in eine konkrete Zahl an Kunden, Aufträgen oder verkauften Stück pro Tag.

Branchenmodi und typische Deckungsbeiträge

Die Kostenstruktur unterscheidet sich massiv: Ein Dienstleistungsbetrieb hat kaum variable Kosten und damit Deckungsbeiträge nahe 90 Prozent, ein Handelsbetrieb liegt oft bei 25 bis 40 Prozent.

Deshalb ist es sinnvoll, den Break-even branchenspezifisch zu rechnen statt mit pauschalen Faustformeln.

  • Dienstleistung / Beratung: Deckungsbeitrag 80–95 %
  • Handwerk: 45–65 %, abhängig vom Materialanteil
  • Gastronomie: 65–75 % (Wareneinsatz 25–35 %)
  • Einzelhandel: 25–45 % je nach Sortiment
  • Online-Shop: 20–40 % nach Versand und Retouren

Break-even im Businessplan und bei der Bank

Banken und Förderstellen erwarten im Finanzteil eine Break-even-Betrachtung. Entscheidend ist nicht nur die Zahl, sondern die Herleitung: Woher kommen Preis, Wareneinsatz und Fixkosten?

Rechne zusätzlich ein pessimistisches Szenario mit 20 Prozent weniger Umsatz. Wer zeigt, dass er auch dann liquide bleibt, wirkt deutlich überzeugender.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Break-even-Menge und Break-even-Umsatz?+

Die Break-even-Menge ist die Zahl der Einheiten, die du verkaufen musst, um alle Kosten zu decken. Der Break-even-Umsatz ist derselbe Punkt in Euro ausgedrückt. Bei sehr unterschiedlichen Preisen im Sortiment ist der Umsatzwert die belastbarere Kennzahl.

Gehört mein Unternehmerlohn in die Fixkosten?+

Ja, unbedingt. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften ist der Unternehmerlohn zwar kein Betriebsausgabenposten, betriebswirtschaftlich musst du ihn aber verdienen. Ohne kalkulatorischen Unternehmerlohn ist der Break-even geschönt.

Wie oft sollte ich den Break-even neu berechnen?+

Mindestens einmal jährlich sowie bei jeder größeren Veränderung: neue Miete, Einstellung von Personal, Preisanpassung oder deutlich veränderte Einkaufspreise.

Was, wenn ich mehrere Produkte mit unterschiedlichen Margen habe?+

Dann rechne mit einer Mischkalkulation: Ermittle die durchschnittliche Deckungsbeitragsquote gewichtet nach Umsatzanteil und teile die Fixkosten durch diese Quote. Das liefert einen belastbaren Break-even-Umsatz.

Berücksichtigt der Break-even auch Steuern?+

Der klassische Break-even betrachtet das Ergebnis vor Steuern. Für die Liquiditätsplanung solltest du zusätzlich eine Steuerrücklage einplanen, weil die Steuer auf den Gewinn erst später fällig wird.

Wie lange darf es dauern, bis ich den Break-even erreiche?+

Im Dienstleistungsbereich sind 3 bis 9 Monate üblich, bei kapitalintensiven Vorhaben wie Gastronomie oder Produktion 12 bis 24 Monate. Entscheidend ist, dass dein Startkapital diesen Zeitraum sicher überbrückt.

Geprüft & belegt

Letzte Prüfung
14. August 2026
Nächste Prüfung
12. Dezember 2026 (alle 120 Tage)
Geprüft von
comveri GmbHHerausgeberin von Gründer-Guru – redaktionelle Prüfung gegen Primärquellen

Verwendete Primärquellen

Stand: Januar 2026

Methodik: redaktionelle Auswertung der oben genannten Primärquellen (Gesetzestexte, Behörden- und Förderportale) durch die comveri GmbH. Anbietervergleiche beruhen auf öffentlich verfügbaren Angaben, nicht auf eigenen Praxistests. Keine Rechts- oder Steuerberatung, Gewähr ausgeschlossen – mehr dazu unter Transparenz & Redaktionsplan.